Fischer: G-DRG – German Diagnosis Related Groups (Deutschland).

Z I M   «DRGs und verwandte PCS» (Version 1.24) Kapitel H.4       Okt. 2003
Letzte Ergänzung: 20.03.2013 (in Arbeit)


H.4
G-DRG
German Diagnosis Related Groups
(Deutschland)

Wolfram Fischer

Zentrum für Informatik und wirtschaftliche Medizin
CH-9116 Wolfertswil SG (Schweiz)
http://www.fischer-zim.ch/


Kapitel H.4 aus:
Diagnosis Related Groups (DRGs) und verwandte Patientenklassifikationssysteme
Kurzbeschreibungen und Beurteilung

      
Navigation
 î  ZIM-Hauptseite
 î  Navigations-Tabellen
 î  Gesamtverzeichnis
 î  Abkürzungen
DRGs und verwandte PCS
^ Verzeichnis
<   H.3   CMG (Kanada)
>   H.5   HRG (Grossbritannien)
 
=   [print] [pdf icon] Pdf-Datei (220 KB)
Querverweise
»   GDRG-Tabellen mit Vorjahresvergleichen
»   G-DRG-2007-Verständlichkeit
»   Australische AR-DRGs in Deutschland
»   AR-DRG (Australien)
»   Nachträge AR-DRG
»   Basiswissen AR-DRG
»   ARDRG-Weiterentwicklung 2012
Querverweise 2
»   Kurz-Info: G-DRG (Deutschland)
»   SwissDRG (Schweiz)
»   DRGs im Vergleich mit LDF und FP/SE
»   DRGs und Pflege
»   DRG-Nutzung 2001
 
 

Inhaltsverzeichnis

 

 

H.4 G-DRG – German Diagnosis Related Groups (Deutschland) 1

 

H.4.1 Besondere Systemmerkmale 2

 

H.4.2 Verwendbare Codierungssysteme 4

 

H.4.3 Zur GDRG-Entwicklungsgeschichte 6

 

H.4.3.A Vorgeschichte 7

 

H.4.3.B Fallpauschalen und Sonderentgelte 11

 

H.4.3.C G-DRG Version 1: Übersetzung von AR-DRG 4.1 17

 

H.4.3.D G-DRG 2004: Umfangreiche Erweiterung der Anzahl GDRGs 20

 

H.4.3.E G-DRG 2005: Aufbrechen der australischen Konstruktionsprinzipen beginnt 23

 

H.4.3.F G-DRG 2006: Konsolidierung der Basis-DRGs und weiterer Ausbau 25

 

H.4.3.G G-DRG 2007: Methodik zur Analyse der CCL-Matrix und weiterer «umfassender Umbau» 27

 

H.4.3.H G-DRG 2008: Neue Textelemente zum Zusammenzug komplexer Textinhalte sowie weitere Um- und Ausbauten 30

 

H.4.3.I G-DRG 2009: Bereinigungen sowie Aus- und Umbauten zu einzelnen Themen 33

 

H.4.3.J G-DRG 2010: Kein wesentlicher weiterer Anstieg der Anzahl GDRGs 38

 

H.4.3.K G-DRG 2011: Konsolidierung 43

 

H.4.3.L G-DRG 2012: Zusatzentgelt hochaufwändige Pflege; erstmalige Ersatzvornahme 48

 

H.4.3.M G-DRG 2013: . . .  (in Arbeit) 53

 

H.4.4 Haupt­kate­gorien 56

 

H.4.5 An­zahl Behand­lungs­fall­gruppen 58

 

H.4.6 Ökonomische Homogenität 73

 

H.4.7 Ausgewählte Internet-Adressen 78

|^·<×>·v|

H.4

 

G-DRG – German Diagnosis Related Groups (Deutschland)

1

|^·<×>·v|

H.4.1

 

Besondere Systemmerkmale

2

1 InEK [G-DRGs 2011, 2010]: 5.

2 Vgl. InEK [G-DRGs 2011, 2010]: 69

GDRG

 

  • Eigenentwicklung auf der Basis von AR-DRG 4.1. (Erste Version: 2003.)
  • Die CC-Einstufung pro Behand­lungs­fall wird aufgrund aller vorhandenen Diagnosen berechnet (PCCL-Wert).
  • Sehr hohe Varianz­reduktion, aber z. T. komplexe DRG-Inhalte.
  • Nebst den üblichen DRG-basierten Fall­pauschalen gibt es Zusatz­entgelte sowie unbewertete DRGs, deren Preise zwischen Krankenhaus und Kassen ausgehandelt werden müssen.
  • Der GDRG-Code widerspiegelt nicht mehr – wie im ARDRG-System – konsequent die hierarchische Gliederung.
  • Die untere Grenz­verweil­dauer beträgt ein Drittel der durch­schnitt­lichen Verweildauer, aber mindestens zwei Tage; zur Berechnung der oberen Grenz­verweil­dauer die zweifache Standard­abweichung, maximal aber XX Tage zur der durch­schnitt­lichen Verweildauer addiert.1
  • Zur Codierung der Opera­tionen und Inter­ven­tionen steht die Proze­duren­klassi­fi­kation OPS zur Verfügung, die in der Version 2011 insgesamt 27'513 Codierungen umfasste. Die korrespondierende Diagnoseklassifikation ICD-10-GM umfasste 13'342 terminale Codes.2

3

   

 

 

|^·<×>·v|

H.4.2

 

Verwendbare Codierungssysteme

4

Tafel 1:
Codie­rungs­systeme im GDRG-System

  Codie­rungs­system Bezeich­nung
Diagnosen ICD-10-GM ICD-10, German Modification
Prozeduren OPS-301 Operationsschlüssel nach § 301 SGB V

5

   

 

 

|^·<×>·v|

H.4.3

 

Zur GDRG-Entwicklungsgeschichte

6

|^·<×>·v|

H.4.3.A
 
Vorgeschichte

7

FPSE

 

In Deutschland kam die Diskussion über die Notwendigkeit einer Reform des Gesundheitswesens insbesondere nach dem Regierungswechsel von 1982 ins Rollen. Zur gleichen Zeit wurde in den USA die Einführung von sogenannten prospektiven Ver­gütungs­systemen diskutiert. 1983 wurde dort eines der entwickelten Systeme – das HCFA-DRG-System – als Basis für die Fall­pauschalen der Medicare-Ver­siche­rung eingeführt.

8

3 Die Verweildauern wurden bei der Bildung der ersten DRG-Systeme als Homogenitätsmass verwendet.

4 Nach Neubauer et al. [Fallgruppenbildung, 1987]: 30.

 

DRG-Prüfung

In Deutschland erfolgte eine erste Prüfung der DRGs (Diagnosis Related Groups) bereits 1986. Die Beurteilung fiel negativ aus. Nebst der unbefriedigenden Erfassung von Begleit­erkran­kungen (Multi­morbidität) und der fehlenden Abbildung des Schwere­grades der behandelten Erkrankung wurde u. a. festgestellt, dass die Verweildauern3 innerhalb der dreistelligen ICD-9-Kategorien nicht stärker streuten als innerhalb der damaligen HCFA-DRGs. Es wurden dazu knapp 200'000 Fälle aus 31 Akutkrankenhäusern untersucht. Zur Codierung waren 477 unter­schied­liche dreistellige ICD-9-Codes nötig, d. h. die An­zahl der ICD-9-Fall­gruppen war etwa gleich hoch wie bei den DRGs mit damals 470 Gruppen. Während nur 27.5 % der nach ICD-9 klassifizierten Fälle einen Varia­tions­koeffi­zien­ten von mehr als 100 % aufwiesen, waren es bei den ameri­ka­nischen Testdaten mit 2 Mio. Akutfällen 40 % und bei 108'000 portugiesischen Fällen sogar 45 %.4

9

5 Neubauer et al. [PMC-Ergebnisse, 1992]; Neubauer et al. [PMC-Prüfung, 1992].

6 Neubauer et al. [PMC-Innere Medizin, 1992].

 

PMC-Studie

In der Folge wurde das alternative System der Patient Management Categories (PMC) auf deutsch übersetzt und geprüft. Die umfangreiche Studie unter Leitung von Prof. G. Neubauer wurde 1990 beendet.5 Sie enthält u. a. auch Anpassungsvorschläge für die PMCs. Es folgten weitere Studien einzelner Fachgebiete, u. a. in der Inneren Medizin, einem für Patienten­klassifi­kations­systeme besonders kritischen Gebiet.6

10

   

 

 

|^·<×>·v|

H.4.3.B
 
Fallpauschalen und Sonderentgelte

11

FPSE

Eigenes System

Aufgrund dieser Arbeiten entschied man sich schlussendlich für ein eigenes, sukzessiv aufzubauendes System, das sich von der Konstruktion her an die PMCs anlehnt. Übernommen wurde insbesondere der Grundsatz, dass es nicht genügt, chirur­gische Behand­lungs­fall­gruppen allein aufgrund von Angaben zur Opera­tion zu definieren, sondern dass auch die Haupt­diagnose berücksichtigt werden muss. Vorläufig wurden nur chirur­gische Eingriffe klassifiziert. Dies geschah wegen der relativ guten Verbindungsmöglichkeit chirur­gischer (Routine-) Behand­lungs­fall­gruppen mit Behand­lungs­pfaden.

12

7 BMG-D [Weiter­entwick­lung FP-SE, 1997].

 

BPflV 1995:
Fall­pauschalen und Sonder­entgelte

Die Arbeiten mündeten in das vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) in der Bundespflegesatzverordnung '95 (BPflV 1995) festgehaltene FP/SE-System. Gleichzeitig wurde 1995 auch eine neue Proze­duren­klassi­fi­kation – die ICPM – eingeführt. In der 3. Veränderungsverordnung zur BPflV sind 73 Fall­pauschalen und 147 Sonder­entgelte definiert (gültig ab 1.1.96). Mit der 5. Veränderungsverordnung, welche ab 1.1.98 gültig ist, wurden gewisse Fall­pauschalen und Sonder­entgelte neu definitiert, neu berechnet und/oder aufgeteilt. Damit sollte u. a. übermässigen Zahlungen bei Dilatationen und Linksherzkatheder (SE Gruppen 20 und 21), in der Transplantationsmedizin und bei Frühverlegungen in Rehabilitationskliniken oder in die Akutgeriatrie entgegengewirkt werden.7 Es gibt nun 94 Fall­pauschalen und 146 Sonder­entgelte.

13

   

Aus Sorge vor Mengenausweitungen und vor finanziellen Problemen gewisser Kranken­häuser wurde gezögert, die Überschüsse bzw. Mindereinnahmen aus FP- und SE-Abgeltungen nicht mehr mit dem verhandelten Krankenhausbudget zu verrechnen. Ursprünglich war vorgesehen, dieses sogenannte «Erlösabzugsverfahren» nur bis Ende 1997 anzuwenden. Nun wurde es bis Ende 1999 verlängert (BPflV § 12 Abs. 2).

14

 

Übergabe der Weiter­entwick­lung der Entgeltkataloge an die «Selbst­verwal­tung»

In der 5. Änderungsverordnung ist auch festgehalten, dass die Weiter­entwick­lung der Entgeltkataloge für Fall­pauschalen und Sonder­entgelte ab dem 1.1.1998 der Selbst­verwal­tung übertragen wird. An der Selbst­verwal­tung [vgl. Tafel 2] beteiligen sich auf Versicherungsseite die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenversicherung und der Verband der privaten Krankenversicherung, auf Krankenhausseite die Deutsche Krankenhausgesellschaft (BPflV 1995 § 15 Abs. 1).

15

Tafel 2:
Selbst­verwal­tung

Die Idee der «Selbst­verwal­tung» hat in Deutschland – u. a. gerade im Bereich des Gesundheitswesens – eine lange Tradition. Selbst­verwal­tung bedeutet eine Auslagerung primär hoheitlicher Aufgaben auf gesellschaftliche Träger. Politische Macht wird so nach inhaltlichen Kriterien dezentralisiert. (Gemäss Neubauer et al. [Selbst­verwal­tung, 1984]: 4ff.) Die Idee der Selbst­verwal­tung ist verwandt mit dem, was heute mit Begriffen wie «New Public Manage­ment», «wirkungsvolle Verwaltungsführung» u. ä. bezeichnet wird. Selbst­verwal­tung umfasst auch die juristische Kompetenz ihrer Träger und geht über rein organisatorische Fragen hinaus. Sie untersteht gewöhnlich einer staatlichen Rechtsaufsicht, oft verbunden mit Eingriffskompetenz in wichtigen Bereichen. – Mit der Schaffung eines institutionell verankerten Koordinationsmechanimus' zur Weiter­entwick­lung der Entgeltkataloge wurde ein weiterer Schritt zur gemein­samen Selbst­verwal­tung des bisher noch stark staatlich gebundenen stationären Bereichs gemacht.

16

   

 

 

|^·<×>·v|

H.4.3.C
 
G-DRG Version 1: Übersetzung von AR-DRG 4.1

17

GDRG

Wechsel zu AR-DRG

Die FP/SE-Ent­wick­lung kommt in der Folge aber ins Stocken, und es wird bestimmt, dass die Selbst­verwal­tung bis Ende Juni 2000 einen Vorschlag zu machen habe, welches DRG-System als Grundlage für eine deutsche Anpassung gewählt werden soll. Am 30.6.2000 wird der Entscheid für das australische ARDRG-System bekanntgegeben, mit der Begründung, dass es das modernste und am besten anpassbare DRG-System sei.

18

 

Übersetzung von
ARDRG-4.1

Bei der ersten Version, die im Jahre 2003 im Rahmen des sogenannten «Optionsmodelles» freiwillig von den Kranken­häusern Deutschlands angewendet werden konnte, handelte es sich um eine Übersetzung des AR-DRG-Systems (Version 4.1), welche auf Diagnosecodierungen nach ICD-10 und Prozedurencodierungen nach der deutschen Klassi­fi­kation OPS-301 beruhte. Die Kosten­gewichte («Bewertungsrelationen») für das Jahr 2003 wurden provisorisch auf der Basis von Kostendaten aus 116 Kranken­häusern bestimmt.

19

   

 

 

|^·<×>·v|

H.4.3.D
 
G-DRG 2004: Umfangreiche Erweiterung der Anzahl GDRGs

20

8 KFPV 2004; http:// gdrg.de / cms / index.php / inek _ site _ de / layout / set / standard / archiv / systemjahr _ 2004 _ bzw _ datenjahr _ 2002.

9 Tuschen [G-DRGs 2004, 2003]: 427.

GDRG

Von GDRG-1.0 (für 2003) zu GDRG-2004

Nachdem die Selbstverwaltungspartner auch im Sommer 2003 (wie bereits im Sommer 2002) keinen Konsens zum GDRG-System zustande brachten, stellte das Bundesministerium für Gesundheit und soziale Sicherung (BMGS) im September 2003 wiederum seine Ersatzvornahme vor.8 Die Gruppeneinteilung, insbesondere die Aufteilung von Basisgruppen nach CC-Kategorien wurde stark überarbeitet. Es wurden zahlreiche neue Differen­zierungen und teil­weise auch neue Basis-GDRGs gebildet. Sie basieren auf dem vom InEK durchgeführten «strukturierten Dialog» mit den Fachgesellschaften und der statistischen Analyse von 2.1 Mio Daten­sätzen.9

21

10 InEK [G-DRGs 2004, 2003]: 55 ff.

11 InEK [G-DRGs 2005, 2004]: 68 f.

12 Ausnahme: P06B: «Neu­gebo­renes verlegt < 5 Tage ohne signifikante OR-Prozedur», mit der Begründung, dass hier die Vergütung mit einer Abschlagsregelung viel höher als die Kosten wäre.

   

Wesentliche Änderungen von GDRG-1.0 zu GDRG-2004 waren:10

  • Auf der Basis eines «strukturierten Dialogs» und statistischer Aus­wer­tungen zur Überprüfung und Anpassung der Splits der Basis-GDRGs wurden 176 neue GDRGs definiert und 16 entfernt. Dabei wurden 60 neue Basis-GDRGs geschaffen. (Einzelne dieser neuen Basis-GDRGs wurden allerdings nur zur korrekten DRG-Zuteilung im Falle von mehre­ren aufwändigen Prozeduren definiert. Damit entspricht das Basis-GDRG-Konzept nicht mehr dem Basis-ARDRG-Konzept.)
  • Es gibt neu in vier Fällen 5 Schwere­grad­kategorien. (Im ARDRG-System gab es bisher maximal 4 Schwere­grad­kategorien.)
  • Haupt­kate­gorien mit besonders grosser Änderung der An­zahl GDRGs sind: Prä-MDC (+28 GDRGs), Nervensystem (+27) Kreislaufsystem (+27), weibliche Gechlechtsorgane (+13) Neu­gebo­rene (+13), Hämatologische und solide Neubildungen (+21), Polytrauma (+5, d. h. von 6 auf 11 GDRGs).
  • Es gibt 26 Zusatz­entgelte (davon 25 mit krankenhausindividuell zu vereinbarenten Pauschalen).
  • Ein Homogenitätskoeffizient «HK» wird eingeführt. Er wird berechnet als 1 / ( 1 + Varia­tions­koeffi­zient ).11
  • Verlegungen werden über Abschläge geregelt. Damit ist «Verlegung» kein Definitionskriterium mehr für GDRGs.12
  • Bei Wiederaufnahmen wird ein Behand­lungs­fall reklassifiziert, falls der erneute Fall die gleiche Basis-GDRG betrifft und innerhalb der Grenz­verweil­dauer rehospitalisiert wird oder falls es sich um se­pa­rate Hospitalisationen (innert 30 Tagen) für Diagnostik und zugehöriger Opera­tion handelt.

22

   

 

 

|^·<×>·v|

H.4.3.E
 
G-DRG 2005: Aufbrechen der australischen Konstruktionsprinzipen beginnt

23

13 InEK [G-DRGs 2005, 2004]: 55 ff. Vgl. auch die detaillierten Kommentare in Roeder et al. [G-DRGs 2005 Teil 1, 2004], Roeder et al. [G-DRGs 2005 Teil 2, 2004] und Roeder et al. [G-DRGs 2005 Teil 3, 2005].

14 InEK [G-DRGs 2005, 2004]: 71. Vgl. auch Beispiel auf S. 113 f mit F15A, F15B und F17Z aus GDRG-2004. – Das Problem einer Unterbewertung eines Behandlungsfalles tritt z. B. dann auf, wenn bei einem Mehrfacheingriff weder Begleit­erkran­kungen noch Komplikationen vorliegen und wenn und der Eingriff, der in der Proze­duren­hier­archie zuerst eingetragen ist, als «DRG ohne CC» ein niedrigeres Kosten­gewicht aufweist, als die anderen Eingriffe. (Diese Situation kann besonders dann auftreten, wenn zu den anderen Eingriffen keine Schwere­grad­unter­tei­lungen definiert sind.)

15 Vgl. Roeder et al. [G-DRGs 2005 Teil 2, 2004]: 1034.

16 Die «bestimmten OR-Prozeduren» sind definiert in Tabelle TAB-BES-1 in Band 4 des Definitionshandbuches.

17 Vgl. Roeder et al. [G-DRGs 2005 Teil 2, 2004]: 1024 f.

18 Das Wort «Belegungstag» kommt in ca. 107 GDRG-Bezeich­nungen vor.

19 Zum Beispiel: B66B, B76D, E69B, G60B, H61C, H63C, . . . .

20 InEK [G-DRGs 2005, 2004]: 19.

21 Gemäss persönlicher E-Post von M. Braun, InEK, vom 28.10.2005.

22 Eine Basis-GDRG mit Eingriffen aus verschiedenen Organgebieten ist z. B. B02 («Kraniotomie oder komplexe Wirbelsäulen-OP»). – In Roeder et al. [G-DRGs 2005 Teil 1, 2004]: 911 sind als weitere Beispiele B66B, I74A, J61A, X60Z aufgeführt.

23 Ein Beispiel einer zusammengesetzten Sammel-DRG ist D28Z («Monognathe Osteotomie und komplexe Eingriffe an Kopf und Hals außer bei bösartiger Neubildung oder andere Eingriffe an Kopf und Hals bei bösartiger Neubildung»).

24 Vgl. Roeder et al. [G-DRGs 2005 Teil 1, 2004]: 915 f.

GDRG

Von G-DRG-2004 zu G-DRG-2005

Wesentliche Änderungen von GDRG-2004 zu GDRG-2005 waren:13

  • Gegenüber dem Vorjahr ist die An­zahl GDRGs um +54 gestiegen, die An­zahl der Basis-GDRGs aber um +143. Es wurden weitere Basis-GDRGs aufgetrennt, um bei Mehrfacheingriffen «eine konsequente Sortierung nach dem Relativgewicht vornehmen zu können».14 Das heisst, dass die im australischen System noch codierten Basis-GDRGs im GDRG-System auf Benutzerseite nur noch implizit vorhanden sind.
  • Infolge der Zunahme der An­zahl Basis-GDRGs, die nun z. T. die reservierte An­zahl Codes pro Subkategorie («Partition») übersteigen, musste die konsequente Anwendung des ARDRG-Codierungsschemas aufgeben werden. Das heisst, aus dem GDRG-Code ist nicht mehr ersichtlich, zu welcher Basis-GDRG eine GDRG gehört, und auch nicht mehr, welchem Subkategorientyp («chirur­gisch», «medizi­nisch», «andere») er angehört.
  • Es gibt neu bis zu 7 Schwere­grad­kategorien. (Vorjahr: bis zu 5; im ARDRG-System gab es maximal 4 Schwere­grad­kategorien.)
  • Als neues Klassifikationskriterium wurde eine Funktion namens «bestimmte OR-Prozeduren» eingeführt.15 Es handelt sich dabei um eine Tabelle mit 17'000 OPS-Codes.16 Damit können Leistungskombinationen abgebildet werden, ähnlich wie Diagnosekombinationen via CCs abgebildet werden. Weitere Leistungskombinationen wurden mit der «geriatrischen Komplexbehandlung» (OPS 8-550) und der Frührehabiliation (OPS 8-552 und 8-559) gebildet.
  • Haupt­kate­gorien mit besonders grosser Änderung der An­zahl GDRGs sind: Prä-MDC (+17 GDRGs), Kreislaufsystem (+11), hämatologische und solide Neubildungen (+21). Auch die Neurologie wurde erheblich umgestaltet.17
  • Es gibt 11 Basis-GDRGs für beidseitige (bilaterale) Eingriffe (im Vorjahr: 1).
  • Aufgrund der Verweildauer sind 107 GDRGs definiert.18 Im Vorjahr waren es noch ca. 50 GDRGs.
  • Bei gut einem Dutzend GDRGs wurde das Kriterium «ein Belegungstag oder ohne . . .  CC» verwendet.19
  • Es werden neu «implizite Ein-Belegungstag-DRGs» deklariert. Im GDRG-System 2005 gibt 216 solcher GDRGs. Im Gegenzug wurden die «expliziten Ein-Belegungstag-DRGs» von 47 auf 19 GDRGs abgebaut.20 Bei «expliziten Ein-Belegungstag-DRGs» liegt die erwartete Verweildauer bei einem Tag. Bei «impliziten Ein-Belegungstag-DRGs» liegt die untere Grenz­verweil­dauer bei zwei Tagen. Implizit eintägig sind solche GDRGs deshalb, weil der Kurz­lieger-Abschlag in diesen Fällen aufgrund der tatsächlichen (gemeldeten) Kosten berechnet wurde.21
  • Es gibt GDRGs, die Eingriffen aus verschiedenen Organgebieten kombinieren.22 Sammel-DRGs werden z. T. aus mehre­ren Restklassen definiert.23
  • Bei der Abbildung der Intensiv­pflege wird neu unterschieden zwischen opererierten und nicht operierten Behand­lungs­fällen. Nebst der Beatmungsdauer werden nun auch noch gewisse intensivmedizinisch relevante Prozeduren berücksichtigt («komplexe OR-Prozeduren» und «hochkomplexe OR-Prozeduren» wie z. B. Herzoperationen, Transfusionen).24
  • Die Zahl der Zusatz­entgelte wurde fast verdreifacht und liegt nun bei 71. Eine wesent­liche Neuerung stellt die Aufnahme von weiteren Implantanten, von teuren Medikamenten und von Blutprodukten dar, die jetzt nach aufwandbezogen abgerechnet werden können.

24

   

 

 

|^·<×>·v|

H.4.3.F
 
G-DRG 2006: Konsolidierung der Basis-DRGs und weiterer Ausbau

25

25 Vgl. Heimig [G-DRGs 2006, 2005] sowie Fallpauschalenkatalog 2006 aus http:// www.gdrg.de /.

26 Der Ausdruck «CC» ist noch bei 42 Z-GDRGs Bestandteil der Bezeich­nung (im Vorjahr: 117).

27 Der Justierungsfaktor wurde aufgrund der Gegenüberstellung der Gruppierung der Daten (von 2004) nach GDRG-2005 und nach GDRG-2006 berechnet.

28 Es gibt z. B. in der Version 2006 die GDRG K01C: «Verschiedene Eingriffe bei Diabetes mellitus mit Komplikationen, ohne Frührehabilitation und ohne geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung: ohne Gefässeingriff, mit äusserst schweren CC»; oder B71C: «Erkrankungen an Hirnnerven und peripheren Nerven mit komplexer Diagnose, ausser bei Para- / Tetra­plegie, ohne schwere CC oder ohne komplexe Diagnose, mit äusserst schweren oder schweren CC ausser bei Para- / Tetrapl. oder ohne schwere CC bei Para- / Tetrapl»; oder G07Z: «Append­ektomie bei Peritonitis mit äußerst schweren oder schweren CC oder kleine Eingriffe an Dünn- und Dickdarm ohne äußerst schwere CC»; oder B03Z: «Eingriffe an Wirbelsäule und Rückenmark bei bösartiger Neubildung oder mit äusserst schweren oder schweren CC oder Eingriffe bei zerebraler Lähmung, Muskeldystrophie oder Neuropathie mit äusserst schweren CC».

GDRG

Von GDRG-2005 zu GDRG-2006

Wesentliche Änderungen von GDRG-2005 zu GDRG-2006 waren:25

  • Gegenüber dem Vorjahr ist die An­zahl GDRGs um +76 gestiegen,
  • Die An­zahl der Basis-GDRGs ist um –36 Basis-GDRGs reduziert worden. Eine ganze Reihe von Z-DRGs ist wieder zu den zugehörigen Basis-GDRGs zurückgeführt worden.26
  • Für Mehrfacheingriffe ist ein Splitkriterium «an mehre­ren Lokalisationen» eingeführt worden. (Es ist bei 9 GDRGs verwendet worden.)
  • Bezüglich der Intensiv­pflege werden nebst der Beatmungsdauer neu auch «Aufwandspunkte» nach TISS/SAPS als Gruppie­rungs­krite­rium verwendet. (Davon sind 13 GDRGs betroffen.)
  • Die GDRGs für Schlaganfall-Behand­lungen wurden differenziert. Eine weitere Analyse und eventuelle Ver­feine­rung ist für die Folgeversion bereits vorgesehen.
  • Die CCL-Matrix wurde überarbeitet.
  • Es wurden Altersplits zur Bestimmung pädiatrischer Behand­lungen eingeführt. Davon sind einige Dutzend GDRGs betroffen.
  • Das Kosten­gewicht (Relativgewicht) wurde mit einem «Justierungsfaktor» multipliziert, mit dem Ziel, die nationale Casemix-Summe konstant zu halten.27
  • Es gibt GDRGs mit sehr komplexen Inhalten; bei einer Reihe von GDRG-Bezeich­nungen ist es sehr schwierig geworden, sich eine konkrete inhaltliche Vorstellung machen zu können.28

26

   

 

 

|^·<×>·v|

H.4.3.G
 
G-DRG 2007: Methodik zur Analyse der CCL-Matrix und weiterer «umfassender Umbau»

27

29 Vgl. Schlottmann N et al. [G-DRGs 2007, 2006]: 939 und Tuschen [G-DRGs 2007, 2006]: 622.

30 Von den gelieferten 4.2 Mio. Fällen aus 263 Kranken­häusern wurden nach diversen Plausibilitäts- und Vollständigkeitskontrollen nur die Daten 2.9 Mio. Fällen aus 225 Kranken­häusern (Vorjahr 215) für die Gruppenanpassung und die Kostengewichtskalkulation verwendet.

GDRG

Von GDRG-2006 zu GDRG-2007

Das GDRG-System wurde erneut «umfassend umgebaut», was wiederum zu einer «deutlich erhöhten Abbildungsgenauigkeit» führte.29 Wichtige Themen waren die Plausibilitätsprüfung der gelieferten Daten,30 die Klassi­fi­kation teurer Fälle (mehrzeitige Eingriffe, intensivmedizinische Komplexbehandlungen) und ein erster Schritt, um CCL-Matrix anhand der vorliegenden Daten zu verbessern.

Die Fallgruppenzahl stieg um +128 Gruppen auf 1'082 GDRGs. (Davon sind 1'034 GDRGs mit Kosten­gewichten bewertet.) Es gibt nun 105 Zusatz­entgelte. (Davon sind 59 bewertet.)

28

31 Vgl. Schlottmann N et al. [G-DRGs 2007, 2006], Heimig [G-DRGs 2007, 2006] sowie Fallpauschalenkatalog 2007 aus http:// www.gdrg.de /.

32 Mehrzeitigkeit z. T. als Split auf Basis-DRG-Ebene; in 8 Haupt­kate­gorien (MDC 01, 03, 07, 10, 11, 13, 18B, 21B) neue DRG auf MDC-Ebene: «Mehrzeitige komplexe OR- Prozedur». – Beispiel: H033Z: «Mehrzeitige komplexe OR-Prozeduren bei Krankheiten und Störungen an hepatobiliärem System und Pankreas» mit Kosten­gewicht von 6.6.

33 Zum Beispiel werden die Fälle, die im GDRG-System 2006 der Gruppe G03Z (Grosse Eingriffe an Magen, Oesophagus und Duodenum) zugeteilt wurden, aufgeteilt in G03A/G03B (mit/ohne komplexe Prozeduren oder Diagnosen), G16A (Komplexe Rektumresektion), G35Z (Komplexe Vakuumbehandlung) und G36Z (Intensivmedizinische Komplexbehandlung).

   

Wesentliche Änderungen von GDRG-2006 zu GDRG-2007 waren:31

  • Es wurde eine eigene Methodik zur datengestützten Überarbeitung der CCL-Matrix entwickelt. Es konnten erste, punktuelle Korrekturen vorgenommen werden:
    • 28 Diagnosen wurden gestrichen.
    • 17 Diagnosen wurden zurückgestuft (u. a. Inkontinenzcodes).
    • 19 Diagnosen wurden aufgewertet.
    • 15 Diagnosen wurden neu in die CCL-Matrix aufgenommen.
  • Mehrfacheingriffe: Beidseitig oder mehrzeitig.32 (Für Eingriffe an mehre­re Lokalisationen sind bereits im GDRG-System 2006 z. T. se­pa­rate GDRGs definiert worden.)
  • (?) 154 GDRGs mit Kinder-Alters­split ausserhalb der Haupt­kate­gorie «Neu­gebo­rene» (Vorjahr: 106). [Die vorliegenden Angaben sind widersprüchlich.]
  • Diverse weitere Änderungen bei pädiatrische Behand­lungen.
  • Die Zusatz­entgelte für Medikamente wurden mit Dosisklassen für Kinder ergänzt und se­pa­rat bewertet.
  • 31 neue DRGs zur besseren Abbildung von Extremkostenfällen.33
  • Die per 1.1.05 generell eingeführten Intensivscores konnten TISS/SAPS wurden aufgrund der verbesserten Datenlage differenzierter genutzt werden. Nebst diversen Einzelkorrekturen wurden 11 neue GDRGs zur besseren Abbildung von intensivmedizinischen Behand­lungen geschaffen.
  • Es gibt nun 17 (Vorjahr 15) GDRGs für die Frührehabilitation, wovon allerdings nur 3 bewertet sind. Für Schlaganfallpatienten wurden 3 neue GDRGs geschaffen.

29

   

 

 

|^·<×>·v|

H.4.3.H
 
G-DRG 2008: Neue Textelemente zum Zusammenzug komplexer Textinhalte sowie weitere Um- und Ausbauten

30

34 Gemeinsame Pressemitteilung der DKG, GKV und PKV vom 25.9.2007.

35 Vgl. dazu auch: Fischer [GDRG-Verständlichkeit, 2007].

36 In der gemein­samen Pressemitteilung heisst es: «Begrüssenswerte Änderungen erfolgten etwa im Bereich der Intensivmedizin, der Kinderheilkunde und der Schlaganfall-Behand­lung.» Heimig [G-DRGs 2008, 2007] erwähnt insbesondere: Neurologie, Endoskopie, «akuter Querschnitt» (B61Z) und Morbus Parkinson.

GDRG

Von GDRG-2007 zu GDRG-2008

Der neue DRG-Katalog wird in der Pressemitteilung der Selbst­verwal­tung34 als «ein weiterer Fortschritt auf dem Weg zu einer sachgerechten Abbildung von Kranken­haus­lei­stun­gen» bezeichnet. Wichtige Arbeiten waren: der Versuch, die komplexe Logik vieler GDRGs35 textlich besser verständlich zu formulieren; vereinzelte Entflechtungen von GDRGs, welche unter­schied­liche Behand­lungen umfassten; eine zweite Bearbeitung der CCL-Matrix; klassifikatorische Überarbeitungen;36 zusätzliche Differen­zierungen in der Kosten­kalkulation.

Die Fallgruppenzahl stieg um +55 Gruppen auf 1'137 GDRGs. (Davon sind 1'088 GDRGs mit Kosten­gewichten bewertet.) Es gibt nun 115 Zusatz­entgelte. (Davon sind 64 bewertet.)

31

37 Vgl. Heimig [G-DRGs 2008, 2007], InEK [G-DRGs 2008, 2007]: 12 ff sowie Fallpauschalenkatalog 2008 aus http:// www.gdrg.de /.

38 Zum Beispiel: Strahlentherapie Atmungsorgane: GDRGs-2007 E08A, E08B, E09Z wurden zu­sammen­gefasst in Basis-GDRG (2008) E08 mit GDRGs (2008) E08A, E08B und E08C.

39 Zum Beispiel bezog sich F50A in GDRG-2007 auf «Ablative Massnahmen bei Tachyarrhythmie mit komplexem Mappingverfahren mit äusserst schweren CC». In GDRG-2008 bezieht sich F50A auf «Ablative Massnahmen bei Tachyarrhythmie mit komplexer Ablation». (Diese Bezeich­nung gehörte in GDRG-2007 zum Code F27Z: «Ablative Massnahmen bei Tachyarrhythmie mit komplexer Ablation».)

40 Zum Beispiel lautete G-DRG C65Z in der Version von 2007: «Bösartige Neubildungen des Auges und Augenerkrankungen bei Diabetes mellitus». In GDRG-2008 wurden daraus zwei GDRGs gemacht: G-DRG C65Z für «Bösartige Neubildungen des Auges» und G-DRG C66Z für «Augenerkrankungen bei Diabetes mellitus».

41 Beispiel zur Verwendung von «verschiedenartige», «verbunden mit» sowie «bei Kindern»:
G-DRG G46A hiess 2007 «Gastroskopie bei schweren Krankheiten der Verdauungsorgane mit komplizierenden Prozeduren oder komplexe therapeutische Gastroskopie bei schweren Krankheiten der Verdauungsorgane, mit äusserst schweren CC».
G-DRG G46A heisst in 2008 neu «Verschiedenartige Gastroskopie bei schweren Krankheiten der Verdauungsorgane verbunden mit komplizierenden Prozeduren oder äusserst schweren CC oder verbunden mit äusserst schweren, schweren CC oder komplizierendem Eingriff bei Kindern» (Aus dem Definitionshandbuch erfährt man, dass in dieser G-DRG mit den «Kindern» Patienten «unter 15 Jahren» gemeint sind.)

   

Wesentliche Änderungen von GDRG-2007 zu GDRG-2008 waren:37

  • Themenverwandte GDRGs wurden zu Basis-DRGs zu­sammen­gefasst.38 Das macht das System besser verständlich. Dabei wurde allerdings in Kauf genommen, dass sich einzelne GDRG-Codes in den Jahren 2007 und 2008 auf inhaltlich unter­schied­liche DRGs beziehen.39
  • Einzelne zusammengezogene GDRGs – exakt: 9 – wurden thematisch entflechtet («entkondensiert»).40
  • GDRG-Bezeichungen wurden gekürzt. Dazu wurden als neues, zusammenfassendes Adjektiv «verschiedenartige» (3x), als neue Altersangabe «bei Kindern» (3x) sowie als neue Konjunktion «verbunden mit» (4x) eingeführt.41 Es ist denkbar, dass einige der betroffenen Texte dadurch lesbarer geworden sind. Dies erleichtert prinzipiell die Verständigung. Wie das von Heimig angeführte und in der voran­gegan­genen Fussnote zitierte Beispiel von G46A gut veranschaulicht, wurde damit aber das Problem der Verständlichkeit nur verlagert: von einer komplizierten expliziten Logik (welche implizit weiterhin vorhanden ist) zu weniger Transparenz.
  • Zur weiteren Überprüfung und Überarbeitung der CCL-Matrix wurde ein Algorithmus eingesetzt, dessen erste Version bereits zur Bearbeitung der CCL-Matrix von GDRG-2007 eingesetzt wurde. Es wurden ca. 450 Diagnosen überprüft. 151 Diagnosen wurden wie folgt korrigiert:
    • 32 Diagnosen wurden gestrichen (Vorjahr 28).
    • 46 Diagnosen wurden zurückgestuft (17).
    • 54 Diagnosen wurden aufgewertet (19).
    • 19 Diagnosen wurden neu in die CCL-Matrix aufgenommen (15).
  • Die Daten zur Kosten­kalkulation wurden differenziert durch die Verrechnung von Infrastrukturkosten im Rahmen der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung und durch «eine verbesserte Zurechnung» der Personal- und Sachkosten auf die einzelnen Kostenstellen. In der Pädiatrie gibt es nun eigenständige Kostenstellen für Neugeborenenzimmer, Pädiatrie und Neonatologie.

32

   

 

 

|^·<×>·v|

H.4.3.I
 
G-DRG 2009: Bereinigungen sowie Aus- und Umbauten zu einzelnen Themen

33

GDRG

Von GDRG-2008 zu GDRG-2009

Bei den diesjährigen Veränderungen des GDRG-Systems handelt es sich vorwiegend um Bereinigungen und einzelne etwas intensivere Arbeiten zu ausgewählten Themen.

34

42 www.aok-gesundheitspartner.de / bundesverband / krankenhaus / drg_system / gdrg / 2009 / [2008-09].

   

«Klassifikatorische Änderungen erfolgen in den Bereichen der Intensivmedizin, der Schlaganfall-Behand­lung und der Querschnittslähmung.»42

Die Fallgruppenzahl stieg um +55 Gruppen auf 1'192 GDRGs. (Davon sind 1'144 GDRGs mit Kosten­gewichten bewertet.) Es gibt nun 127 Zusatz­entgelte. (Davon sind 74 bewertet.)

35

43 Vgl. InEK [G-DRGs 2009, 2008]: 12 ff sowie Fallpauschalenkatalog 2009 aus http:// www.gdrg.de /.

44 Aus der Sicht der Basis-GDRGs gibt es nach wie vor eigentümliche Konstruktionen: Zum Beispiel wurde für R07A und R07B das Basis-GDRG-Konzept verwendet, R05Z und R06Z trotz analogem Inhalt jedoch nicht. (Diese Codierungsweise wurde auch noch in GDRG-2011 benutzt.)
R05Z: Strahlentherapie bei hämatologischen und soliden Neubildungen, mehr als 9 Bestrahlungen oder bei akuter myeloischer Leukämie, Alter < 19 Jahre oder mit äusserst schweren CC.
R06Z: Strahlentherapie bei hämatologischen und soliden Neubildungen, mehr als 9 Bestrahlungen oder bei akuter myeloischer Leukämie, Alter > 18 Jahre, ohne äusserst schwere CC.
R07A: Strahlentherapie bei hämatologischen und soliden Neubildungen, weniger als 10 Bestrahlungen, ausser bei akuter myeloischer Leukämie, Alter < 19 Jahre oder mit äusserst schweren CC.
R07B: Strahlentherapie bei hämatologischen und soliden Neubildungen, weniger als 10 Bestrahlungen, ausser bei akuter myeloischer Leukämie, Alter > 18 Jahre, ohne äusserst schwere CC.

45 Dass hier das Alter zur Bestimmung eines Proze­duren­codes verwendet wird, ist klassifikatorisch gesehen unschön, denn diese Information ist in einem se­pa­rat erhobenen Feld im Falldatensatz bereits vorhanden.

   

Wesentliche Änderungen von GDRG-2008 zu GDRG-2009 waren:43

  • Es wurden erneut inhaltsähnliche GDRGs zu Basis-GDRGs zu­sammen­gefasst.44
  • Das Prinzip der Berück­sichtigung von Komplikationen und Komorbiditäten in der CCL-Matrix wurde erweitert um «Komplizierende Konstellationen». Sie beziehen sich jeweils auf einzelne Haupt­kate­gorien.
  • Für intensivmedizinisch versorgte Kinder gibt es zusätzliche GDRGs in der Ausnahme-Haupt­kate­gorie («Prä-MDC»). Weitere zwei GDRGs wurden aufgrund der Codierungsmöglichkeit «intensivmedizinische Komplexbehandlung im Kindesalter» gebildet.45
  • Die Behand­lung von Komplikationen bei chronischer Querschnittlähmung (z. B. Dekubitus oder Probleme an den Harnwegen) wurde über einige neu geschaffene bzw. mit dem (komplizierenden!) Zusatz «bei nicht akuter Para­plegie / Tetra­plegie» ergänzte GDRGs abgedeckt.
  • Die GDRGs für Behand­lungen von Patienten mit akutem Schlaganfall wurden unter Verwendung des Proze­duren­codes für «andere neurologische Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls» neu gesplittet und geordnet.
  • Im Definitionshandbuch wurde logische Struktur der GDRG-Definitionen zum besseren Verständnis in Form von je einer Liste (vgl. Beispiel im folgenden Abschnitt) und einer Tabelle dargestellt.

36

46 InEK [Def-HB G-DRGs 2007/2009 I, 2008]: 356.

 

Beispiel Definitionsliste: GDRG2009-B17B

In der neu eingeführten Listenform lautet die Definition von B17B («Eingriffe an periph. Nerven, Hirnnerven und anderen Teilen des Nervensyst. ohne äußerst schw. CC, ohne kompliz. Diag. oder Eingr. bei zerebr. Lähmung, Muskeldystrophie oder Neuropathie ohne äußerst schw. oder schw. CC, Alter > 18 J., mit komplexem Eingr.»):46

  • Haupt­diagnose aus Zerebrale Lähmung, Muskeldystrophie, Neuropathie (TAB-B17-1)
    • Prozedur aus Eingriffe bei zerebr. Lähmung, Muskeldystrophie, Neuropathie (TAB-B17-4)
      • Diagnose aus Plexusläsionen (TAB-B17-3)
        • Prozedur aus Eingriffe bei Plexusläsionen (TAB-B17-7)
      • Prozedur aus Komplexe Eingriffe an Nerven (TAB-B17-8)
    • Prozedur aus Eingriffe an Nervensystem, Bewegungsapparat, Haut (TAB-B17-5)
      • Diagnose aus Plexusläsionen (TAB-B17-3)
        • Prozedur aus Eingriffe bei Plexusläsionen (TAB-B17-7)
      • Prozedur aus Komplexe Eingriffe an Nerven (TAB-B17-8)
  • Prozedur aus Verschiedene Eingriffe an Nervensystem, Bewegungsapparat, Haut, Knochenbiopsien (TAB-B17-6)
    • Diagnose aus Plexusläsionen (TAB-B17-3)
      • Prozedur aus Eingriffe bei Plexusläsionen (TAB-B17-7)
    • Prozedur aus Komplexe Eingriffe an Nerven (TAB-B17-8)

37

   

 

 

|^·<×>·v|

H.4.3.J
 
G-DRG 2010: Kein wesentlicher weiterer Anstieg der Anzahl GDRGs

38

GDRG

Von GDRG-2009 zu GDRG-2010

Erstmals in der «GDRG-Geschichte» nahm die An­zahl definierter Fall­gruppen kaum mehr zu. Während sich die An­zahl nun nur noch um 8 GDRGs erhöhte, waren es seit Beginn der GDRG-Ent­wick­lung im Jahre 2003 jährlich immer mehr als 50.

39

47 www.aok-gesundheitspartner.de / bundesverband / krankenhaus / drg_system / gdrg / [2009-11].

   

«Schwerpunkte der klassifikatorischen Überarbeitung für 2010 sind hochkomplexe Eingriffe in der Abdominalchirurgie, die Wirbelsäulenchirurgie, ablative Massnahmen in der Kardiologie und die Kinderintensivmedizin. Zusätzlich werden der primäre und der sekundäre Kaiserschnitt unter­schied­lich bewertet.»47

Die Fallgruppenzahl stieg um +8 Gruppen auf 1'200 GDRGs. (Davon sind 1'152 GDRGs mit Kosten­gewichten bewertet.) Es gibt nun 143 Zusatz­entgelte. (Davon sind 81 bewertet.)

40

48 Vgl. InEK [G-DRGs 2010, 2009]: 11 ff sowie Fallpauschalenkatalog 2010 aus http:// www.gdrg.de /.

49 GDRGs mit intensivmedizinischer Komplexbehandlung im Kindesalter sind zu finden bei Krankheiten und Störungen der Atmungsorgane (E40A, E77A) und bei Opera­tionen an Verdauungsorganen (G03A, G38Z).

50 www.dimdi.de / dynamic / de / dimdi / presse / pm / news_0216.htm [2009-11].

   

Wesentliche Änderungen von GDRG-2009 zu GDRG-2010 waren:48

  • Für intensivmedizinisch versorgte Kinder gibt es vier neue GDRGs.49
  • Für den Kaiserschnitt gibt es nun acht (Vorjahr sechs) GDRGs zur Basis-GDRG O01. In fünf dieser GDRGs wird nach primärer und sekundärer Sectio unterschieden.
  • Wiederum wurden einige Basis-GDRGs umbenannt. Der Schwerpunkt der Arbeiten lag dabei in Haupt­kate­gorie 8 (Muskel-Skelett System und Bindegewebe).
  • Im Definitionshandbuch wurden die GDRG-Definitionen stärker formalisiert und aus­schliess­lich in Form von Tabellen dargestellt. Dies erleichtert die Nachvollziehbarkeit. Insbesondere hilft die hierarchische Gliederung der Definitionstabellen die Logik der Bezeich­nung besser zu verstehen.
  • Im OPS-2010 gibt es neue Codes für Diagnostik und Behand­lung, bei psychischen und psychosomatischen Störungen sowie für hochaufwendige Pflege.50

41

Tafel 3:
Definitionstabelle zu GDRG2010-B17B

Tafel 3: 
Definitionstabelle zu GDRG2010-B17B

42

   

Quelle: InEK [Def-HB G-DRGs 2010 I, 2009]: 352.

 
   

 

 

|^·<×>·v|

H.4.3.K
 
G-DRG 2011: Konsolidierung

43

GDRG

Von GDRG-2010 zu GDRG-2011

Die Fallgruppenzahl sank um -6 Gruppen auf 1'194 GDRGs. (Davon sind 1'149 GDRGs mit Kosten­gewichten bewertet.) Dessen ungeachtet nahm die Komplexität der Bezeichungen erneut leicht zu. – Es gibt nun 146 Zusatz­entgelte. (Davon sind 82 bewertet.)

44

   

Mit der Zunahme von nur 8 GDRGs von Version 2009 auf Version 2010 und dem jetzigen Rückgang von 6 GDRGs scheint sich die Zahl der GDRGs bei etwa 1200 Gruppen zu konsolidieren. Die Varianz­reduktion bezüglich der Fallkosten 2009 erhöhte sich um einzelne Zehntel von Prozentpunkten auf _GDRG_2011_R2u % (Vorjahressystem bezüglich der Fallkosten 2009: _GDRG_2010_R2u_1 %).

45

   

Die Überarbeitungen für 2011 betrafen u. a. Umgruppierungen umstrittener und kostenintensiver Fälle sowie eine Sichtung und Bearbeitung von operativen «Rest-Gruppen» von sieben MDCs.

46

51 Vgl. InEK [G-DRGs 2011, 2010]: 9 ff sowie Fallpauschalenkatalog 2011 aus http:// www.gdrg.de /.

52 Details: InEK [G-DRGs 2011, 2010]: 55 f.

53 Details: InEK [G-DRGs 2011, 2010]: 57 ff.

54 InEK [G-DRGs 2011, 2010]: 10; vgl. auch S. 45.

55 InEK [G-DRGs 2011, 2010]: 34+119

56 InEK [G-DRGs 2011, 2010]: 92 ff.

   

Wesentliche Änderungen von GDRG-2010 zu GDRG-2011 waren:51

  • Operative Rest-DRGs von sieben MDCs wurden überarbeitet mit dem Ziel, wenig komplexe und klare Eingriffen zu bestehenden, niedriger vergütet GDRGs umzugruppieren.52
  • Die Basis-DRG B61 Querschnittlähmung wurde neu gesplittet, damit aufwändige Fälle, die nach der Akutversorgung (innerhalb von zwei Wochen) verlegt werden, se­pa­rat vergütet werden können.53
  • Wegen der Meinungsverschiedenheiten zur Wahl der Haupt­diagnose bei operativen oder interventionellen Gefässeingriffen beim Diabetischen Flusssyndrom (Basis-DRGs F27 und K60) wurden diese Eingriffe neu un­abhän­gig von der Haupt­diagnose einheitlich eingruppiert.
  • Es gab «eine Vielzahl von Detailveränderungen», um extrem teure Fälle im System sachgerecht abbilden zu können.54
  • Es wurden 13 Diagnosen neu in die CCL-Matrix aufgenommen; drei weitere Diagnosen wurden aufgewertet; 10 Diagnosen wurden aus der CCL-Matrix gestrichen; drei weitere Diagnosen wurden abgewertet.55
  • 91 Kranken­häuser, die Ausbildungsstätten sind, beteiligten sich an der erstmaligen Kalkulation der Ausbildungskosten.56

47

   

 

 

|^·<×>·v|

H.4.3.L
 
G-DRG 2012: Zusatzentgelt hochaufwändige Pflege; erstmalige Ersatzvornahme

48

GDRG

Von GDRG-2011 zu GDRG-2012

Die Fallgruppenzahl sank um -1 Gruppen auf 1'193 GDRGs. (Davon sind 1'148 GDRGs mit Kosten­gewichten bewertet.) Es gibt nun 150 Zusatz­entgelte. (Davon sind 86 bewertet.) – Bei leichtem Anstieg der Zusatz­entgelte blieb die An­zahl GDRGs also konstant. Die Komplexität der Bezeich­nungen nahm erneut leicht zu.

49

57 http:// www.gkv-spitzenverband.de / KH_DRG_System_G_DRG_2012.gkvnet [2011-11-30]

58 http:// www.ivkk.de / mitteilungen / 60-drg-katalog-2012-vorgelegt [2011-09-01].

   

«Schwerpunkte in der klassifikatorischen Weiter­entwick­lung waren insbesondere die Bereiche Intensivmedizin, Extremkosten, Behand­lung von Kindern und der Abbau von Konfliktpotential bei der Kodierung.»57 Erstmals hat das InEK Zusatz­entgelte für hochaufwändige Pflege kalkuliert.58

50

59 http:// www.ivkk.de / mitteilungen / 160-ersatzvornahme-fuer-fallpauschalenkatalog [2011-11-23].

60 Es wurde eine dreijähriges Pflegesonderprogramm mit einem Budget von 533 Mio. € eingerichtet. – http:// www.gkv-spitzenverband.de / KH_DRG_System_G_DRG_2012.gkvnet [2011-11-30]

61 Im Pflegekategorisierungssystem PPR wurde dazu die zusätzliche Pflege­kategorie «A4» geschaffen. – http:// www.dkgev.de / dkg.php / cat / 157 / aid / 8842 / title / G-DRG-Katalog _ 2012 _ veroeffentlicht [2011-11-30].

   

Bisher haben sich die Spitzenverbände der Kranken­häuser und der Krankenkassen immer im Rahmen der ‹Selbst­verwal­tung› über den Fallpauschalenkatalog geeinigt. Dieses Jahr musste das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) eine ‹Ersatzvornahme› anordnen,59 denn man konnte sich nicht einigen, wie die neuen ‹Pflegefördermittel›60 in den Landesbasisfallwert überführt werden sollten.61

51

62 Vgl. InEK [G-DRGs 2012, 2011]: 10 ff sowie Fallpauschalenkatalog 2012 aus http:// www.gdrg.de /.

63 InEK [G-DRGs 2012, 2011]: 10 + 48 f.

64 http:// www.dkgev.de / dkg.php / cat / 157 / aid / 8842 / title / G-DRG-Katalog _ 2012 _ veroeffentlicht [2011-11-30].

65 Zu den Einbindungsmöglichkeiten der Pflege in DRGs vgl. Fischer [Pflege/DRG, 2001].

66 InEK [G-DRGs 2012, 2011]: 49.

67 Beispiel für intensivmedizinische Aufwandpunkteklassen für Kinder und Erwachsene: A36B: «Intensivmedizinische Komplexbehandlung >&NBSP;588 / 552 und <&NBSP;1765 / 1657&NBSP;Aufwandspunkte bei bestimmten Krankheiten und Störungen oder komplizierende Konstellation bei Versagen und Abstoßung eines Transplantates hämatopoetischer Zelle».

68 InEK [G-DRGs 2012, 2011]: 11 + 33 f.

69 In der «gesplitteten Version» sind alle DRGs (ausser jene der Neu­gebo­renen in MDC 15) nach PCCL > 3, PCCL > 2 und PCCL ≤ 2 gesplittet. InEK [G-DRGs 2012, 2011]: 33.

70 Gestrichen wurden u. a. die Diagnosen L89.0 und L89.9 für Dekubitus ersten Grades bzw. mit nicht näher bezeichnetem Grad. – Nach wie vor in der CCL-Matrix definiert sind die Diagnosen für Dekubitus zweiten und höheren Grades. – InEK [G-DRGs 2012, 2011]: 11 + 34.

71 Schwerpunkte bei der Bearbeitung «streitbefangener Konstellationen» waren: (1) Haupt­diagnosen oder Neben­dia­gnosen, mit denen Komplikationen nach medizi­nischen Massnahmen codiert werden, (2) die stationäre Kontrolle einer bestehenden Heimbeatmung sowie (3) die Ganzkörper-Szintigraphie mit Radiojod zur Nachuntersuchung von Tumorpatienten. – Als Beispiel zu (1) werden Fälle mit der Haupt­diagnose ICD N99.4 «Peritoneale Adhäsionen im Becken nach medizi­nischen Massnahmen» oder N73.6 «Peritoneale Adhäsionen im weiblichen Becken» angeführt. Die erste Diagnose ordnete den Fall bisher der MDC 13 (weibliche Ge­schlechts­orga­ne) zu, die zweite Diagnose aber führte zu MDC 21A (Polytrauma). Neu gehören beide Fälle zur MDC 13. – Zu (2) wurde eine neue GDRG E78Z definiert: «Kontrolle oder Optimierung einer bestehenden häuslichen Beatmung, bis 2 Belegungstage». – InEK [G-DRGs 2012, 2011]: 11 + 62 ff.

   

Wesentliche Änderungen von GDRG-2011 zu GDRG-2012 waren:62

  • Hochaufwändige Pflege: Es gibt zwei neue Zusatz­entgelte, die aufgrund des ‹Pflegekomplexmassnahmen-Scores› (PKMS) definiert sind: ZE130 für die hochaufwändige Pflege von Erwachsenen (ca. 1'300 €) sowie ZE131 für die hochaufwändige Pflege von Kleinkindern oder von Kindern und Jugendlichen (ca. 2'800 €).63 Diese beiden Zusatz­entgelte wurden geschaffen, damit eine gesetzliche Vorgabe erfüllt werden kann: Sie verlangt, dass die zusätzlichen Pflegefördermittel gezielt in Bereichen mit erhöhtem Pflege­aufwand eingesetzt werden.64 – Die aufwändige Pflege wurde nicht in Form von DRG-Ver­feine­rungen ins GDRG-System eingebunden, sondern in Form von Zusatzentgelten. Diese sind un­abhän­gig von den einzelnen DRGs und können damit grundsätzlich bei jedem Patienten angewandt werden.65 Die Kalkulationskrankenhäusern codierten im zweiten Erhebungshalbjahr 2010 eine hochaufwändige Pflege bei 0.5 % der Fälle. Geschätzt wird, dass der effektive Anteil bei 0.8 % bis 1.1 % liegt. In die Berechnung der Zusatz­entgelte gingen Kostendaten von 12'000 Fällen mit hochaufwändiger Pflege ein.66 – Bei der Kalkulation der Kosten­gewichte wurden die Fälle mit hochaufwändiger Pflege nicht berücksichtigt. Dies kann bei DRGs mit hohem Anteil solcher Fälle und bei schwach belegten DRGs einen grossen Einfluss auf die neuen Kosten­gewichte haben.
  • Intensivmedizin und Pädiatrie: Da ab 2010 «intensivmedizinische Komplexbehandlungen im Kindesalter» (OPS-Code 8-98d) nicht mehr nach Stunden, sondern nach der An­zahl der Aufwandpunkte unterteilt waren, konnten bei allen intensivmedizinischen GDRGs, die für Erwachsene nach Aufwandspunkten verfeinert wurden, auch Aufwandpunkteklassen für Kinder hinzugefügt werden.67 Damit wurden intensivmedizinische Behand­lungen bei Kindern zum Teil deutlich aufgewertet.
  • Überarbeitung der CCL-Matrix:68 Veränderungen der CCL-Matrix sind kritisch und nicht einfach durchzuführen, denn sie haben weitreichende Auswirkungen: Sie können alle PCCL-gesplitteten DRGs betreffen. Nach der deutschen Methodik werden nicht nur die Auswirkungen in der neuen GDRG-Version analysiert, sondern auch die Auswirkungen in einer GDRG-Variante, in der alle DRGs nach PCCL gesplittet sind.69 Überprüft wurden ca. 320 Diagnose­codes. Es wurden 42 Diagnosen (Vorjahr 13) neu in die CCL-Matrix aufgenommen; zwei (Vorjahr drei) weitere Diagnosen wurden aufgewertet; 36 (Vorjahr 10) Diagnosen wurden aus der CCL-Matrix gestrichen;70 6 (Vorjahr 3) weitere Diagnosen wurden abgewertet.
  • Verminderung von unter­schied­licher GDRG-Zuteilung bei Kodiervarianten: Fälle, die vergleichbar sind oder sehr ähnlich, die aber durch eine unter­schied­liche Ein­grup­pie­rung zu einem unter­schied­lichen Erlös führen, wurden als «streitbefangene Konstellationen» bezeichnet.71 Teilweise wurden in solchen Fälle die Kodier­richt­linien präzisiert, teil­weise wurde der Gruppierungsalgorithmus angepasst.

52

   

 

 

|^·<×>·v|

H.4.3.M
 
G-DRG 2013: . . .  (in Arbeit)

53

GDRG

Von GDRG-2012 zu GDRG-2013

Die Fallgruppenzahl sank um -6 Gruppen auf 1'187 GDRGs. (Davon sind 1142 (?1124) GDRGs mit Kosten­gewichten bewertet.) Es gibt nun 155 Zusatz­entgelte. (Davon sind 86 bewertet.)

54

72 Vgl. InEK [G-DRGs 2013, 2012]: 10 ff sowie Fallpauschalenkatalog 2013 aus http:// www.gdrg.de /.

73 http:// www.gkv-spitzenverband.de / krankenversicherung / krankenhaeuser / drg_system / g_drg_2013 / drg_system_1.jsp [2012-11].

74 http:// www.dkgev.de / dkg.php / cat / 157 / aid / 9867 [2012-11].

75 http:// www.dkgev.de / dkg.php / cat / 157 / aid / 9867 [2012-11].

76 http:// www.gkv-spitzenverband.de / krankenversicherung / krankenhaeuser / drg_system / g_drg_2013 / drg_system_1.jsp [2012-11].

   

Wesentliche Änderungen von GDRG-2012 zu GDRG-2013 waren:72

  • [Text ist noch zu bearbeiten.]
     
  • «Die Zusatz­entgelte für die hochaufwendige Pflege werden im zweiten Jahr nun nach Aufwandspunkten differenziert (jeweils bis 129 und ab 130 Aufwandspunkte).»73
  • «Die klassifikatorischen Veränderungen wirkten sich primär nicht in der Bildung neuer DRGs aus, sondern konzentrierten sich auf eine sachgerechtere Abbildung von Fällen durch Umgruppierung anhand ihrer Leistungsmerkmale zwischen bestehenden DRGs. Dies führte zu relevanten Verschiebungen zwischen den Bewertungsrelationen durch Aufwertungen von hochkomplexen Behandlungsformen, denen Abwertungen von weniger aufwendigen Fällen gegenüberstehen. Beispiele sind die minimal-invasiven Herzklappeneingriffe, bei denen es zu einer Aufwertung dieses Leistungsbereichs kam, indem ein Teil der Fälle in höherwertige DRGs verschoben wurde. Umgekehrt hatte ein Transfer von Fallkonstellationen in DRGs niedrigerer Schweregradstufen eine Abwertung des Behandlungsspektrums der operativen Eingriffe an der Wirbelsäule zur Folge.»74
  • «Bei der Überarbeitung der CCL-Matrix wurde die bisherige Methodik verfeinert. Auf- bzw. Abwertungen von Neben­dia­gnosen in Bezug auf ihren Einfluss auf den Fallschweregrad erfolgten nicht mehr pauschal, sondern spezifisch im Hinblick auf einzelne DRGs.»75
  • «Im G-DRG-Katalog 2013 wird ein unbewertetes extrabudgetäres Zusatz­entgelt für die Behand­lung von Blutern mit Blutgerinnungsfaktoren definiert (ZE2013-97). Dieses Zusatz­entgelt wird über bestimmte Diagnosen angesteuert. Neben den Indikationen werden die abrechnungsfähigen Medikamente über eine abschließende OPS-Liste definiert. Zusätzlich wird ein unbewertetes intrabudgetäres Zusatz­entgelt (ZE2013-98) neu definiert. Auch dieses Zusatz­entgelt wird über bestimmte Diagnosen angesteuert. Allerdings ist dieses Zusatz­entgelt erst ab einem Schwellenwert von 15.000 Euro abrechenbar.
    Für eine Reihe von Diagnosen lässt sich auf ICD-Ebene nicht klar trennen, ob es sich um dauerhaft erworbene Gerinnungsstörungen (extrabudgetär vergütet über ZE2013-97) oder um temporäre Gerinnungsstörungen (intrabudgetär vergütet über ZE2013-98) handelt. Diese Einzelfälle müssen individuell durch die Vertragspartner auf Ortsebene einem der beiden Zusatz­entgelte zugeordnet werden. »76

55

   

 

 

|^·<×>·v|

H.4.4

 

Haupt­kate­gorien

56

Tafel 4:
Haupt­kate­gorien (MDCs) im GDRG-System

MDC Code Bezeich­nung
ERR 9 Fehler-DRGs und sonstige DRGs
PRE A Prä-MDC
01 B Krankheiten und Störungen des Nervensystems
02 C Krankheiten und Störungen des Auges
03 D Krankheiten und Störungen des Ohres, der Nase, des Mundes und des Halses
04 E Krankheiten und Störungen der Atmungsorgane
05 F Krankheiten und Störungen des Kreislaufsystems
06 G Krankheiten und Störungen der Verdauungsorgane
07 H Krankheiten und Störungen an hepatobiliärem System und Pankreas
08 I Krankheiten und Störungen an Muskel-Skelett-System und Bindegewebe
09 J Krankheiten und Störungen an Haut, Unterhaut und Mamma
10 K Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten
11 L Krankheiten und Störungen der Harnorgane
12 M Krankheiten und Störungen der männlichen Ge­schlechts­orga­ne
13 N Krankheiten und Störungen der weiblichen Ge­schlechts­orga­ne
14 O Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett
15 P Neu­gebo­rene
16 Q Krankheiten des Blutes, der blutbildenden Organe und des Immunsystems
17 R Hämatologische und solide Neubildungen
18A S HIV
18B T Infektiöse und parasitäre Krankheiten
19 U Psychische Krankheiten und Störungen
20 V Alkohol- und Drogengebrauch und alkohol- und drogeninduzierte psychische Störungen
21A W Polytrauma
21B X Verletzungen, Vergiftungen und toxische Wirkungen von Drogen und Medikamenten
22 Y Verbrennungen
23 Z Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen, und andere Inanspruchnahme des Gesundheitswesens

57

   

 

 

|^·<×>·v|

H.4.5

 

An­zahl Behand­lungs­fall­gruppen

58

Tafel 5:
An­zahl GDRGs (Teil 1)

59

Jahr An­zahl Basis-GDRGs An­zahl GDRGs Unterschied
zum Vorjahr
Anteil gemein­samer GDRG-Codes mit Vorjahr Bewertete GDRGs Teilstat. GDRGs
2013 592 1'187 -6 0.99 1'142 5
2012 595 1'193 -1 0.98 1'148 5
2011 594 1'194 -6 0.98 1'149 5
2010 593 1'200 +8 0.95 1'152 5
2009 609 1'192 +55 0.91 1'144 5
2008 605 1'137 +55 0.91 1'088 5
2007 593 1'082 +128 0.78 1'034 5
2006 578 954 +76 0.71 911 2
2005 614 878 +54 0.60 843 1
2004 471 824 +160 0.55 804
2003 411 664 0.99 642
 

Tafel 6:
An­zahl GDRGs (Teil 2) und An­zahl Zusatz­entgelte

60

Jahr An­zahl GDRGs Ein-Belegungs-
tag explizit
Ein-Belegungs-
tag implizit
Kinder-GDRGs Zusatz-Entgelte Zusatz-Entgelte differenziert
2013 1'187 22   . 155  
2012 1'193 23 320 . 150 1668
2011 1'194 23 301 . 146 1568
2010 1'200 22 295 206 143 1458
2009 1'192 21 276 208 127 1201
2008 1'137 19 249 198 115 1077
2007 1'082 18 244 171 105  
2006 954 18 241 92 84  
2005 878 18 216 63 71  
2004 824 46   67 26  
2003 664 32 0  
 

GDRG

Legende

Die Spalte «Anteil gemein­samer Codes mit dem Vorjahr» bezieht sich sich auf die GDRG-Codes (z. B. «B02B») und nicht auf die GDRG-Bezeich­nungen. Dass sich teil­weise auch die GDRG-Inhalte verändert haben, bleibt in dieser Kennzahl unberücksichtigt.

61

   

Als «explizite Ein-Belegungstags-DRGs» wurden GDRGs mit einer erwarteten Verweildauer von einem Tag gezählt.

62

77 Vgl. Roeder N et al. [Lernendes Ver­gütungs­system, 2008]: 27.

   

Als «implizite Ein-Belegungstags-DRGs» wurden GDRGs mit einer unteren Grenz­verweil­dauer von zwei Tagen gezählt. Bei der Kalkulation der Gewichte in solchen DRGs wurden die Fälle mit einem Belegungstag separiert und deren Gewicht se­pa­rat berechnet.77

63

   

Als «Kinder-GDRGs» gelten hier GDRGs, welche einen Split unterhalb von 19 Jahren aufweisen.

64

78 Anlagen 5 und 6 der GDRG-Fallpauschalentabellen.

   

In der Spalte «Zusatz-Entgelte differenziert» ist die An­zahl der nach OPS-Codes differenzierten Zusatz­entgelte eingetragen.78

65

Tafel 7:
An­zahl GDRGs nach Schwere­grad­kategorien

Jahr Z A B C D E F G H I An­zahl GDRGs An­zahl Basis-GDRGs
2013 291 301 301 145 70 35 23 12 6 3 1'187 592
2012 290 305 305 145 70 34 24 12 5 3 1'193 595
2011 289 305 305 145 71 35 24 13 5 2 1'194 594
2010 293 300 300 150 73 38 26 13 5 2 1'200 593
2009 309 300 300 143 67 34 22 10 4 2 1'191 609
2008 318 286 285 132 59 28 17 6 3 2 1'136 604
2007 328 265 265 116 53 30 15 6 3 1 1'082 593
2006 353 225 225 88 33 18 7 4 1   954 578
2005 454 160 160 66 26 8 3 1     878 614
2004 236 235 235 85 29 4         824 471
2003 213 196 196 50 6           661 409

66

Tafel 8: Anzahl GDRGs nach Hauptkategorien pro Jahr

67

Tafel 8: 
Anzahl GDRGs nach Hauptkategorien pro Jahr
 

Tafel 9: GDRG-Bezeichnungen nach Anzahl Konjunktionen

68

Tafel 9: 
GDRG-Bezeichnungen nach Anzahl Konjunktionen
 

79 Vgl. Fischer [GDRG-Verständlichkeit, 2007].

80 Als Konjunktionen wurden folgende Wörter und Satzzeichen gezählt: «und», «oder», «(verbunden) mit», «ohne», «ausser», «bei», «Alter»; Komma, Schrägstrich, Klammernpaar. Mehrere aufeinanderfolgende Konjunktionen wurden nur als eine einzige Konjunktion gezählt.

 

Legende

Die obige Grafik zeigt die An­zahl GDRGs aller Versionen seit 2003 und gibt einen Hinweis zur Komplexität der GDRG-Bezeich­nungen.79 Die Länge der Balken ist proportional zur An­zahl der GDRGs.

Die Färbung der Balken (sowie die Ziffern unterhalb der Balken) zeigt die An­zahl der Konjunktionen an, die zur Bezeich­nung der einzelnen GDRGs verwendet wurden.80 Für GDRG-Bezeich­nungen mit bis zu drei Konjunktionen wurde Blau verwendet, für Bezeich­nungen mit vier und mehr Konjunktionen Gelb bis Rot. Die Zahlen oberhalb der Balken geben an, wieviele GDRGs es pro Balkenabschnitt gab. (Im GDRG-System 2008 gab es z. B. 191 GDRGs, in deren Bezeich­nung vier Konjunktionen vorkamen.)

69

 

Anstieg der An­zahl komplexer Bezeich­nungen

Die Grenze zwischen blauer und gelber Färbung lag zwischen 2005 und 2009 bei ungefähr 570 GDRGs. In der gleichen Zeit stieg aber die An­zahl GDRGs von 878 auf 1191. Die meisten der in dieser Zeit zusätzlich definierten GDRGs hatten also GDRG-Bezeich­nungen mit mehr als vier Konjunktionen.

70

   

In den Jahren 2007 bis 2009 lag die An­zahl von GDRGs mit bis zu sechs Konjunktionen bei ungefähr 980 GDRGs. Die Erhöhung der An­zahl GDRGs ging in diesen Jahren somit einher mit der Schaffung von neuen Bezeich­nungen, die sieben und mehr Konjunktionen enthalten.

71

   

In den Jahren 2009 bis 2013 stagnierte die An­zahl GDRGs. Die Linksverschiebung der Balkenabschnitte in der Grafik zeigt, dass dessen ungeachtet die An­zahl der Konjunktionen und damit die Komplexität der Bezeich­nungen zumindest bis 2012 weiterhin – leicht – anstieg.

72

   

 

 

|^·<×>·v|

H.4.6

 

Ökonomische Homogenität

73

Tafel 10:
Varianz­reduktion der Kosten

Jahr R2 in %
alle Fälle
R2 in %
ge­trimmt
An­zahl DRGs
2013 76.1 84.9 1'187
2012 75.4 84.4 1'193
2011 75.6 84.3 1'194
2010 74.4 84.3 1'200
2009 74.4 83.5 1'192
2008 72.1 81.7 1'137
2007 70.7 80.5 1'082
2006 68.1 78.9 954
2005 63.9 78.0 878
2004 55.3 70.0 824
2003 46.6 62.3 664

74

GDRG

Die Varianz­reduktion ist abhängig von den verwendeten Daten.

Die Varianz­reduktion ist nicht nur abhängig vom beurteilten Patienten­klassifi­kations­system, sondern auch von der verwendeten Datenbasis. Die beispielsweise für das GDRG-System 2008 angegebene Varianz­reduktion wurde aufgrund der Kalkulationsdaten von 2006 gerechnet. Wird sie später aufgrund der Daten von 2007 und 2008 gerechnet, werden sich neue Werte ergeben. Solche Differenzen können sich im Prozentbereich bewegen.

75

   

 

 

81 Braun [GDRG-Ent­wick­lung, 2003]: 33.

 

Homogenitätskoeffizient

Ab der GDRG-Version 2004 wurde ein Homogenitätskoeffizient «HK» eingeführt. Er wird berechnet als: 1 / ( 1 + Varia­tions­koeffi­zient ).81 Aus dem Homogenitätskoeffizitent kann der Variationskoeffizent berechnet werden als: 1 / Homogenitätskoeffizient – 1.

76

Tafel 11:
Überleitungstabelle Varia­tions­koeffi­zient (VK) – Homogenitätskoeffizient (HK)

Variations-
koeffizient
Homogenitäts-
koeffizient
0.00 100 %
0.11 90 %
0.25 80 %
0.33 75 %
0.43 70 %
0.50 67 %
0.54 65 %
0.67 60 %
0.75 57 %
0.82 55 %
1.00 50 %
1.50 40 %
2.00 33 %
2.33 30 %
4.00 20 %

77

   

 

 

|^·<×>·v|

H.4.7

 

Ausgewählte Internet-Adressen

78

Tafel 12:
Internetadressen zum G-DRG-System

79

Bereich Abkürzung Bezeich­nung Internetadresse
Behörden BMG Bundesministerium für Gesundheit http:// www.bmg.bund.de /
Ent­wick­lung und Wartung InEK Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus http:// www.gdrg.de / cms / Das_Institut
Daten G-DRG Definitionshandbücher G-DRG http:// www.gdrg.de /
ICD-10-GM ICD-10, German Modification http:// www.dimdi.de / de / klassi / diagnosen / icd10 /
OPS-301 Operationsschlüssel nach § 301 SGB V http:// www.dimdi.de / de / klassi / prozeduren / ops301 /
Online-Grouper (Auswahl) DRG Research Group WebGrouper der Stabsstelle Medizin Controlling am Universitätsklinikum Münster http:// www.drg-research.de / de / webgroup / m.webgroup.php
Foren und Info-Dienste (Auswahl) GKV DRG-Info DRG-Informationen des GKV-Spitzenverbandes http:// www.gkv-spitzenverband.de / krankenversicherung / krankenhaeuser / drg _ system / g _ drg _ 2013 / drg _ system _ 1.jsp
AOK DRG-Info DRG-Informationen der AOK http:// www.aok-gesundheitspartner.de / bund / krankenhaus / drg /
DRG Research Group DRG Research Group der Stabsstelle Medizincontrolling am Universitätsklinikum Münster http:// www.drg-research.de /
MedInfoWeb Literatur und Links zum Thema «DRGs» von Michael Thieme http:// www.medinfoweb.de /
myDRG Deutschsprachiges DRG-Diskussionsforum von Burkhard Sommerhäuser http:// www.mydrg.de /
 

GDRG

 

 

 

 

Literaturverzeichnis

 
 
BMG-D
Weiter­entwick­lung FP-SE
1997
Bundesministerium für Gesundheit [Hrsg.]. Gutachten Weiter­entwick­lung der Fall­pauschalen und Sonder­entgelte nach der Bundespflegesatzverordnung: Bericht zu den Forschungsprojekten im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit. Baden-Baden (Nomos) 1997.

80

 
Braun
GDRG-Ent­wick­lung
2003
Braun M. Das deutsche DRG-Institut – Struktur, Aufgabe und Stand der G-DRG-Weiter­entwick­lung. Folien Herbst-Vorständekonferenz BALK, Günzburg (InEK) 2003: 44 S.

81

 
Fischer
Pflege/DRG
2001
Fischer W. Möglichkeiten zur Abbildung der Pflege in DRG-Systemen. Auszug aus: Fischer [DRG+Pflege, 2002] 2001: Kap. E. Internet: http:// www.fischer-zim.ch / auszuege-drg-pflege / Pflege-in-DRG-Systemen-0109.htm.

82

 
Fischer
DRG+Pflege
2002
Fischer W. Diagnosis Related Groups (DRGs) und Pflege. Grundlagen, Codierungssysteme, Integrationsmöglichkeiten. Bern (Huber) 2002: 472 S. Auszüge: http:// www.fischer-zim.ch / studien / DRG-Pflege-0112-Info.htm.

83

 
Fischer
GDRG-Verständlichkeit
2007
Fischer W. Sprechen Sie G-DRG?. G-DRG 2007: Statistische Optimierung zu Lasten fachsprachlicher Verständlichkeit. In: Streiflicht Z I M 2007(15)1. Internet: http:// www.fischer-zim.ch / streiflicht / GDRG-2007-Sprache-0701.htm.

84

 
Heimig
G-DRGs 2006
2005
Heimig F. G-DRGs 2006. Klassi­fi­kation und Bewertung. Folien, Neuss (3M Health Care Forum) 2005: 50 S. Internet (obsolet): http:// www.3m-drg.de / html / pdf / forum_neuss_050922 / heimig.pdf.

85

 
Heimig
G-DRGs 2007
2006
Heimig F. G-DRGs 2007. Klassi­fi­kation und Bewertung. Folien, Berlin (DKG-Informationsveranstaltung: Das G-DRG-System 2007) 2006: 106 S. Internet: http:// www.dkgev.de / pdf / 1440.pdf.

86

 
Heimig
G-DRGs 2008
2007
Heimig F. G-DRGs 2008. Was bringt der Katalogwechsel Neues?. Folien, Neuss (3M Health Care Forum) 2007: 47 S.

87

 
InEK
G-DRGs 2004
2003
Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus. Weiter­entwick­lung des G-DRG-Systems für das Jahr 2004. Klassi­fi­kation, Katalog und Bewertungsrelationen. Band I: Projektbericht. 2003: 110 S. Internet (obsolet): http:// inek.customer.msim.de / service / download / Projektbericht2003 / Abschlussbericht_G-DRG_2004_0312191200_BI.pdf.

88

 
InEK
G-DRGs 2005
2004
Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus. Weiter­entwick­lung des G-DRG-Systems für das Jahr 2005. Klassi­fi­kation, Katalog und Bewertungsrelationen. Band I: Projektbericht. 2004: 140 S. Internet (obsolet): http:// www.g-drg.de / service / download / veroeff_2005 / Abschlussbericht_G-DRG-2005_0412201200.pdf.

89

 
InEK
G-DRGs 2008
2007
Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus. Weiter­entwick­lung des G-DRG-Systems für das Jahr 2008. Klassi­fi­kation, Katalog und Bewertungsrelationen. Teil I: Projektbericht. 2007: 222 S. Internet: http:// www.g-drg.de / cms / index.php / inek _ site _ de / content / download / 1589 / 11253 / version / 3 / file / Abschlussbericht _ G-DRG-System2008.pdf.

90

 
InEK
Def-HB G-DRGs 2007/2009 I
2008
Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus. G-DRG. German Diagnosis Related Groups. Version 2007/2009. Definitionshandbuch, Band 1 (DRGs A01A-F96Z). 2008: 894 S. Internet: http:// www.g-drg.de / cms / G-DRG-System _ 2009 / Definitionshandbuch / Definitionshandbuch _ 2009.

91

 
InEK
G-DRGs 2009
2008
Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus. Weiter­entwick­lung des G-DRG-Systems für das Jahr 2009. Klassi­fi­kation, Katalog und Bewertungsrelationen. Teil I: Projektbericht. 2008: 224 S. Internet: http:// www.gdrg.de / cms / index.php / inek _ site _ de / content / download / 2008 / 13843 / version / 1 / file / Abschlussbericht _ G-DRG-System2009.pdf.

92

 
InEK
Def-HB G-DRGs 2010 I
2009
Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus. G-DRG. German Diagnosis Related Groups. Version 2010. Definitionshandbuch, Band 1 (DRGs A01A-F98Z). 2009: 916 S. Internet: http:// www.g-drg.de / cms / G-DRG-System _ 2010 / Definitionshandbuch / Definitionshandbuch _ 2010.

93

 
InEK
G-DRGs 2010
2009
Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus. Weiter­entwick­lung des G-DRG-Systems für das Jahr 2010. Klassi­fi­kation, Katalog und Bewertungsrelationen. Teil I: Projektbericht. 2009: 198 S. Internet: http:// www.gdrg.de / cms / index.php / inek _ site _ de / content / download / 2488 / 16672 / version / 1 / file / Abschlussbericht _ G-DRG-System2010.pdf.

94

 
InEK
G-DRGs 2011
2010
Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus. Weiter­entwick­lung des G-DRG-Systems für das Jahr 2011. Klassi­fi­kation, Katalog und Bewertungsrelationen. Teil I: Projektbericht. 2010: 179 S. Internet: http:// gdrg.de / cms / index.php / content / download / 2950 / 19515 / version / 1 / file / Abschlussbericht _ G-DRG-System2011.pdf.

95

 
InEK
G-DRGs 2012
2011
Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus. Weiter­entwick­lung des G-DRG-Systems für das Jahr 2012. Klassi­fi­kation, Katalog und Bewertungsrelationen. Teil I: Projektbericht. 2011: 189 S. Internet: http:// www.g-drg.de / cms / content / download / 3400 / 28515 / version / 1 / file / Abschlussbericht _ G-DRG-System2012.pdf.

96

 
InEK
G-DRGs 2013
2012
Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus. Weiter­entwick­lung des G-DRG-Systems für das Jahr 2013. Klassi­fi­kation, Katalog und Bewertungsrelationen. Teil I: Projektbericht. Noch nicht erschienen, 2012.

97

 
Klauber et al.
KH-Report 2007
2008
Klauber J, Robra BP, Schellschmidt H [Hrsg.]. Krankenhaus-Report 2007. Krankenhausvergütung – Ende der Konvergenzphase?. Stuttgart New York (Schattauer) 2008: 491 S. Info unter: http:// wido.de / khr_2007.html.

98

 
Neubauer et al.
Selbst­verwal­tung
1984
Neubauer G, Rebscher H. Gemeinsame Selbst­verwal­tung. Eine ordnungspolitische Alternative für die Gesundheitsversorgung. Spardorf (Wilfer) 1984: 283 S.

99

 
Neubauer et al.
Fallgruppenbildung
1987
Neubauer G, Sonnenholzner-Roche A, Unterhuber H. Die Problematik einer Fallgruppenbildung im Krankenhaus. In: Krankenhaus Umschau 1987/1: 27–34.

100

 
Neubauer et al.
PMC-Ergebnisse
1992
Neubauer G, Demmler G, Eberhard G, Rehermann P. Erprobung der Fallklassifikation «Patient Manage­ment Categories» für Krankenhauspatienten. Ergebnisbericht. Baden-Baden (Nomos) 1992: ca. 360 S.

101

 
Neubauer et al.
PMC-Prüfung
1992
Neubauer G, Demmler G, Eberhard G. Erprobung der Fallklassifikation «Patient Manage­ment Categories» für Krankenhauspatienten. Anlagenbericht: Klinische Überprüfung der Plausibilität für die Bundesrepublik Deutschland. Baden-Baden (Nomos) 1992: 356 S.

102

 
Neubauer et al.
PMC-Innere Medizin
1992
Neubauer G, Rehermann P, Träger R. Erprobung der Fallklassifikation «Patient Manage­ment Categories» (PMCs) für die Innere Medizin am Kreiskrankenhaus Alt/-Neuötting und dem Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe. Baden-Baden (Nomos) 1992: 130 S.

103

 
Roeder et al.
G-DRGs 2005 Teil 1
2004
Roeder N, Fiori W, Bunzemeier H, Fürstenberg T, Hensen P, Loskamp N, Franz D, Glocker S, Wenke A, Reinecke H, Irps S, Rochell B. G-DRG-System 2005: Was hat sich geändert? (I). In: Das Krankenhaus 2004/11: 908–921. Internet: http:// www.drg-research.de / de / downloads / literatur / kh1104_drg2005_teil_1.zip.

104

 
Roeder et al.
G-DRGs 2005 Teil 2
2004
Roeder N, Fiori W, Bunzemeier H, Fürstenberg T, Hensen P, Loskamp N, Franz D, Glocker S, Wenke A, Reinecke H, Irps S, Rochell B, Borchelt M. G-DRG-System 2005: Was hat sich geändert? (II). Spezi­fische Änderungen in medizi­nischen Leistungsbereichen. In: Das Krankenhaus 2004/12: 1022–1039. Internet: http:// www.drg-research.de / de / downloads / literatur / kh1204_drg2005_teil_2.zip.

105

 
Roeder et al.
G-DRGs 2005 Teil 3
2005
Roeder N, Fiori W, Bunzemeier H, Hensen P, Loskamp N, Franz D, Fürstenberg T, Wenke A, Irps S, Rochell B. G-DRG-System 2005: Was hat sich geändert? (III). Problembereiche und zusammenfassende Bewertung. In: Das Krankenhaus 2005/1: 23–37. Internet: http:// www.drg-research.de / de / downloads / literatur / kh0105_drg2005_teil_3.zip.

106

 
Roeder N et al.
Lernendes Ver­gütungs­system
2008
Roeder N, Bunzemeier H, Fiori W. Ein lernendes Ver­gütungs­system. Vom Budgetierungsinstrument zum deutschen Preisssytsem. In: Klauber et al. [KH-Report 2007, 2008] 2008: 23–47.

107

 
Schlottmann N et al.
G-DRGs 2007
2006
Schlottmann N, Fahlenbach C, Brändle G, Wittrich A. G-DRG-System 2007. Abbildungsgenauigkeit deutlich erhöht. In: Das Krankenhaus 2006: 939–951.

108

 
Tuschen
G-DRGs 2004
2003
Tuschen KH. Erster deutscher DRG-Fall­pauschalen-Katalog gravierend verbessert. In: f&w 2003(20)5: 426–432.

109

 
Tuschen
G-DRGs 2007
2006
Tuschen KH. Das G-DRG-System 2007. Die Abbildungsqualität ist deutlich gestiegen. In: Führen und Wirtschaften im Krankenhaus 2006(23)6: 622–626.

110

Z I M  -  Zentrum für Informatik und wirtschaftliche Medizin
CH-9116 Wolfertswil (SG), Steigstrasse 12, Schweiz
E-Post: , Tel: +41 71 3900 444

 
 
Vorheriges Kapitel: Inhaltsverzeichnisse: Nächstes Kapitel:
H.3
CMG (Kanada)
DRGs und verwandte PCS H.5
HRG (Grossbritannien)
Navigations-Tabellen
Z I M - Hauptseite

©  Z I M 
Fundstelle = http://www.fischer-zim.ch/text-pcssa/t-ga-H4-System-GDRG-0003.htm
( Letztmals generiert: 20.03.2013 )